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Entwicklung

Produktentwicklung aus der Praxis

Wie unser Notenpultbanner entstanden ist

Manche Produkte entstehen nicht am Reißbrett, sondern aus einer ziemlich konkreten Anforderung. So war es auch bei unserem Notenpultbanner: Der Ausgangspunkt war eine Anfrage der Kapelle Duranand – und die Frage, wie sich ein hochwertiger Bühnenauftritt mit einer einfachen, alltagstauglichen Befestigung verbinden lässt.

Notenpultbanner bei der Kapelle Duranand
Ausgangspunkt
Anfrage der Kapelle Duranand
Stoff
Seidig glatter Premiumstoff, 255 g/m²
Druck
Sublimationsdruck
Format
50 × 80 cm
Halterung
Aluminiumplatte, zwei Aluhaken und Magnete
Unterer Abschluss
Edelstahlstab als leichtes Gewicht

Der Ausgangspunkt: ein Banner fürs Orchesterpult

Der Anstoß kam über die Kapelle Duranand. Gesucht war ein Banner für Orchesterpulte, das hochwertig aussieht, aber bewusst keine Sticklösung sein sollte. Stick hat seine Berechtigung, liegt bei größeren Motiven und mehreren Bannern preislich aber schnell in einer anderen Größenordnung.

Gleichzeitig sollte die Befestigung nicht nur irgendwie funktionieren. Gewünscht war ein sicherer Halt, möglichst mit zusätzlicher magnetischer Unterstützung. Damit war ziemlich schnell klar: Wir wollten nicht einfach einen Stoff bedrucken und zwei Standardhaken daran setzen, sondern die einzelnen Teile als System betrachten.

Der Stoff war entscheidender als gedacht

Wir haben verschiedene Stoffe ausprobiert. Ein sehr leichter Stoff ist angenehm im Transport, kann aber schneller durchscheinend wirken oder unruhiger hängen. Ein schweres Material fällt zwar satt, bringt dafür unnötig Gewicht an den Notenständer. Gerade bei leichten Stativen ist das nicht ganz unwichtig.

Entschieden haben wir uns schließlich für einen seidig glatten Premiumstoff mit 255 g/m². Die Oberfläche ist fein genug, damit auch Logos, Schriften und kleinere Details sauber wirken. Gleichzeitig ist der Stoff ausreichend blickdicht, ohne unnötig schwer zu sein.

Bedruckt wird im Sublimationsdruck. Das Verfahren passt gut zu dem Material und ermöglicht scharfe, farbintensive Motive. Für uns war das die stimmigste Alternative zu einer gestickten Ausführung: hochwertig in der Wirkung, aber deutlich flexibler bei Logos, Farbverläufen und individuellen Motiven.

Eine Halterung für Notenständer und Orchesterpulte

Bei der Halterung war uns ein Punkt besonders wichtig: Der Kunde sollte sich nicht vor der Bestellung entscheiden müssen, ob die Banner später an einem klassischen Notenständer oder an einem größeren Orchesterpult hängen. Die gleiche Ausführung sollte für beides funktionieren.

Im oberen Hohlsaum sitzt deshalb eine Aluminiumplatte, die den Banner aussteift. Von hinten wird sie mit zwei von uns entwickelten Aluminiumhaken am Pult befestigt. Auf der Auflagefläche der Haken sitzt zusätzlich ein Magnet. Bei magnetischen Pulten erhöht er den Halt; bei nicht magnetischen Pulten übernimmt die Form des Hakens die sichere Befestigung.

Die Haken sind so ausgelegt, dass sie sowohl an Notenständern als auch an Orchesterpulten funktionieren. Die genauen Abmessungen und konstruktiven Details bleiben dabei natürlich Teil unserer Fertigung – entscheidend ist das Zusammenspiel aus Aussteifung, Hakenform und Magnet.

Im unteren Saum befindet sich zusätzlich ein Edelstahlstab. Er bringt gerade so viel Gewicht mit, dass der Banner sauber nach unten fällt, ohne den Notenständer unnötig zu belasten.

Warum wir 50 × 80 cm gewählt haben

Auch beim Format haben wir uns bewusst nicht an die häufig anzutreffenden 45 × 75 cm gehalten. Gerade an größeren Orchesterpulten wirkt dieses Maß aus unserer Sicht oft etwas knapp. Deshalb haben wir uns für 50 × 80 cm entschieden.

Das sind auf dem Papier nur ein paar Zentimeter Unterschied. Auf der Bühne machen sie aber etwas aus: Das Motiv bekommt mehr Fläche und der Banner passt optisch besser zu breiteren Pulten, bleibt aber auch an normalen Notenständern gut handhabbar.

Ein kleines Detail: pulverbeschichtete Haken

Die Standardhaken funktionieren technisch genauso, wie sie sollen. Wer es etwas unauffälliger oder optisch noch geschlossener möchte, kann die Haken zusätzlich pulverbeschichtet bestellen. Das ist kein Muss – eher ein kleines Detail für Vereine und Ensembles, die auch bei der Rückseite und Befestigung auf die Optik achten.

Aus einer Einzelanfrage wurde ein festes Produkt

Genau solche Entwicklungen mögen wir: Eine konkrete Anfrage bringt ein Problem auf den Tisch, wir testen unterschiedliche Lösungen und am Ende entsteht etwas, das sich auch für viele andere Musikvereine, Orchester und Ensembles bewährt.

Heute ist das Notenpultbanner ein fester Bestandteil unseres Music-Equipment-Bereichs. An der Grundidee hat sich aber wenig geändert: guter Druck, ein Stoff mit dem richtigen Verhältnis aus Optik und Gewicht und eine Befestigung, bei der man sich nicht erst Gedanken über den vorhandenen Pulttyp machen muss.